Kaum europäische Einhörner (IREF-Reblog)

Google, Apple, Amazon, Facebook, Uber, Airbnb – die Liste ließe sich weiterführen. Diese und viele andere Unternehmen haben in den vergangenen Jahren mit neuen Technologien unser Leben tiefgreifend verändert. Die Geschäftsmodelle sind verschieden, doch die großen Stars haben eines gemeinsam: Sie kommen nicht aus Europa. In Deutschland gibt es mit SAP nur einen großen digitalen Konzern, wenn man von den Seriengründern bei Rocket Internet in Berlin absieht. Kommt der EU eine Rolle bei dem Versuch zu, das zu ändern? Ja, allerdings nicht mithilfe neuer Subventionen und detailreicher Regulierungen, sondern mit einer EU-Kernkompetenz: Märkte offen halten.

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Durch Regulierung der Tech Giganten in bestehenden, meist zu eng definierten relevanten Märkten, entstehen nicht Einhörner, sondern ineffiziente „Wettbewerber“, die ohne regulatorische Hilfe nicht überleben können.

Gelenkter Wettbewerb der Tech Giganten?

Die Competition and Markets Authority (CMA; UK) ist aufgrund ihrer Marktbeobachtung und Analyse zum Schluss gekommen, dass Google und Facebook auf ihren jeweiligen Werbemärkten

  • search advertising market (Google > 90%)
  • display advertising market (Facebook > 50%)

ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchen.

Die CMA ist der Auffassung, dass diesen und weiteren Wettbewerbsproblemen moderner digitaler Märkte mit den bestehenden Wettbewerbsgesetzen nicht beizukommen ist. Vielmehr müssten dafür nun rasch nicht nur spezifische Regeln für digitale Märkte, sondern für deren Vollzug zudem eigens eine Digital Markets Unit als Teil der CMA geschaffen werden.

Mit der Ausarbeitung dieser Regulierung soll eine Digital Markets Taskforce – natürlich ebenfalls unter Oberleitung der CMA – betraut werden.

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Das komfortable Leben der Stadtwerke

Der nicht kommunizierte Preissturz beim Erdgas.

Quelle: Das komfortable Leben der Stadtwerke (Carnot-Cournot-Netzwerk-Blog).

Kommentar

Dieser Preissturz wurde in der Schweiz nicht nur nicht kommuniziert, wie der Autor Markus O. Häring untertitelt, sondern er wurde vorallem nicht an die Konsumenten weitergegeben – zumindest nicht an die kleineren Konsumenten.

Die WEKO sollte sich auch von dieser Seite – der Seite der Endkunden – mit dem Gasmarkt befassen. Und wo bleibt der Preisüberwacher?