Exportverbote sind das Übel

Die Kartellrechtsrevision ist festgefahren, weil sich Politiker auf den Kampf gegen die «Hochpreisinsel Schweiz» fixieren. Ein Ausweg könnte sein, die EU ans alte Freihandelsabkommen zu erinnern. Zu diesem Thema erscheint in der Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung vom 13. Juni 2014 ein Diskussionsbeitrag.

4 Kommentare

von | 13/06/2014 · 10:05

4 Antworten zu “Exportverbote sind das Übel

  1. Markus Saurer

    Das ist ein höchst interessanter Beitrag und Lösungsvorschlag.Natürlich bin ich der Meinung, dass auch mit dem Freihandelsabkommen nur gegen Exportverbote (bzw. Parallelhandelseinschränkungen auf vertraglicher Basis) vorgegangen werden sollte, wenn diese Verbote nachgewiesenermassen ursächlich mit volkswirtschaftlichen oder sozialen Schäden gekoppelt sind. Andernfalls gehören selektive Vertriebssysteme zum wirksamen Wettbewerb und sind in der Regel effizient und prokompetitiv.

    Für mich wäre die „Option Freihandelsabkommen“ ein weiterer Grund, die laufende KG-Revision zu stoppen und noch einmal, gründlicher, zu überdenken. Genauso wie dies ja der Nationalrat vorgeschlagen hat.

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  2. Das ökonomische Gesetz lautet:
    Höhe Preise, hohe Löhne (Reichtum)
    oder
    Niedrige Preise, niedrige Löhne (Armut)
    Da muss man sich dann schon entscheiden, ob man einer libertären Ideologie folgen will, oder dem einfachen wirtschaftlichen Verstand

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    • Markus Saurer

      Lieber Herr Hoffmann, ich verstehe den Sinn ihres Kommentars nicht ganz. Also z.B. Rothbard war schon fast anarcho-libertär und hatte einen enormen wirtschaftlichen Verstand.
      Und beim „ökonomischen Gesetz“ weiss ich zwar, was gemeint ist oder gemeint sein könnte – nämlich, dass die Preise in der Regel in Ländern mit hohem Wohlstand höher sind als in solchen mit niedrigem Wohlstand. Bei niedrigen „Reservation-Prices“ müssen halt die Anbieter ihre Verkaufspreis runterfahren, sonst setzen sie gar nichts um. Das ist auch Ramsey-Boiteux-Pricing. Aber die Losung hohe Preise/hohe Löhne = Reichtum und niedrige Preise/niedrige Löhne = Armut stimmt so nicht bzw. unterliegt doch einer gewissen Geldillusion.

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  3. Lieber Herr Saurer, ich hatte gerade ein interessantes Gespräch mit einem Rohstoffhändler. Wir waren uns einig in der Feststellung: Die Umsätze steigen und die Margen werden immer kleiner, d. h. wir werden ärmer bei steigenden Umsätzen. Das scheinbare Paradoxon hat eine einfache Erklärung: Hohe Preise bieten hohe Margen, es gibt was zu verteilen. Niedrige Preise erlauben nur niedrige Margen. Man rennt schenller und hat weniger davon.

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