560-Millionen-Busse für Microsoft

Browserwahlvia NZZ.ch. (…) der Softwarekonzern lieferte zwischen Mai 2011 und Juli 2012 die Software-Aktualisierung «Service Pack 1» für Windows 7 ohne das Auswahlfenster für die freie Wahl des Web-Browsers aus. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sagte: «Die Nichteinhaltung ist ein schwerwiegender Verstoss, der mit entsprechenden Sanktionen belegt werden muss.» 

Kommentar: Nachfolgende Grafik zeigt die Marktanteilsentwicklung der wichtigsten Browser in Europa. Internet Explorer (blau)  und Firefox (orange) verlieren laufend Marktanteile an Chrome (grün). In der Zeit von Mai 2011 und Juli 2012 sind im Vergleich zu vorher und nachher nicht die geringsten Trendbrüche zu sehen. Die EU müsste somit auf der Basis der tatsächlichen Entwicklung einräumen, dass ihre Browserintervention falsch und – wie „dank“ des „Verstosses“ von Microsoft ersichtlich wird – unnützlich war (vermutlich war sie sogar schädlich). Almunia gibt sich der Lächerlichkeit preis, wenn er von „schwerwiegendem Verstoss“ spricht. Die Busse ist nichts anderes als eine Besteuerung von Microsoft in Europa, die letztlich die Konsumenten zahlen dürften. Aufgrund der Entwicklungen im Markt ist natürlich jetzt auch Google als „Steuerobjekt“ ins Visier der Wettbewerbsbehörden geraten.  Die nächste Farce wird nicht lange auf sich warten lassen.

IE_StatCounterSie können hier selber mit den Daten von StatCounter „spielen“.

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Eingeordnet unter Marktmacht, Marktmachtmissbrauch, Praxis der EU

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