Alle Beiträge von Markus Saurer

Selbständiger ökonomischer Berater

Die Post auf gefährdetem Posten

Vor kurzem hat die Berufung von SP-Ständerat Christian Levrat zum Präsidenten des Post-Verwaltungsrats Schlagzeilen gemacht und harsche Kritik ausgelöst. Diese drehte sich weniger um die persönliche oder die fachliche Eignung Levrats als um den mit seiner «Wahl» erreichten Höhepunkt der sozialdemokratischen Vetternwirtschaft von Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Levrat ist ein «Macher». Aber seine Erfolge liegen ausschliesslich in Politik und Staatsverwaltung. Er war einer der Ersten dieser neuen Politikerklasse, die sofort vollberuflich in die Politik einsteigen, ohne zuvor je mit Leistungen in der Gesellschaft oder gar der Wirtschaft in Erscheinung getreten zu sein. Kann Levrat das grösste Logistikunternehmen der Schweiz, einen riesigen Busbetrieb und eine «regulatorisch plombierte» Grossbank, die heute mit Mühe in einem disruptiven Umfeld agieren, von ihren gesetzlichen und politischen Fesseln befreien, kommerziell flexibilisieren und dynamisieren? Will er das? Darf er es?

>> Lesen Sie hier weiter: Mein Kommentar in der „Finanz und Wirtschaft“ (online ab 17. Mai 2021, Papierausgabe/e-Paper ab 19. Mai 2021)

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Indirekter Gegenvorschlag zur Fair-Preis-Initiative verabschiedet

Zum Schluss der Frühjahrssession, am 19. März 2021, wurde dieser indirekte Gegenvorschlag nach langer Diskussion und Differenzbereinigung vom Parlament verabschiedet. Die bei Rückzug der Fair-Preis-Initiative in Kraft tretenden Änderungen im KG und im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) kommen den Anliegen der Initiantinnen und Initianten so weit entgegen, dass ein Rückzug der Initiative erfolgen wird. Mit einem Referendum ist nicht zu rechnen.

Lesen Sie dazu die enthusiastische Reaktion einer der Initiantinnen, der Stiftung für Konsumentenschutz, sowie den skeptischen Kommentar von Peter Morf in der „Finanz und Wirtschaft“.

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Ordnungs- und staatspolitischer Sündenfall

Bundesrat und Parlament wollen die «Fair-Preis-Initiative» trotz Ablehnung als Gesetz verankern. Ein Kommentar von FuW-Redaktor Peter Morf.

Hauchdünn ist die Konzernverantwortungsinitiative Ende November abgelehnt worden, wegen des Ständemehrs. Das ist nicht nur darum erfreulich, weil sie inhaltlich falsch war, sondern auch, weil sie in der Praxis kaum umsetzbar gewesen wäre. Nun steht schon der nächste Vorstoss im Brennpunkt des Interesses, der auch nicht umsetzbar ist. Gemeint ist die Initiative «Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise». Sie wurde von Konsumentenschutzkreisen lanciert, mit Unterstützung des Gewerbes und von Parlamentariern aus allen Fraktionen.

Lesen Sie den interessanten Kommentar von Peter Morf in „Finanz und Wirtschaft“ online.