Hochpreisinsel? Schweizer können sich die grössten Warenkörbe leisten!

–> beziehungsweise müssen für einen internationalen Standardwarenkorb am wenigsten lange arbeiten.

Preise und Löhne iPhone App: Scannen Sie den Code und vergleichen Sie Löhne und Preise mit ihrem Handy.

Soeben erschienen: „Preise und Löhne“ – Ein Kaufkraftvergleich rund um die Welt, Ausgabe 2012, UBS.

Kürzlich hat H.U. Schöchli in der NZZ belegt, dass in den Ländern mit den höchsten Güterpreisen auch die höchsten Löhne bezahlt werden. Nationale Preis- und Lohnniveaus sind eng korreliert. Ob hohe Löhne bezahlt werden können, weil die Preise hoch sind, oder die Preise hoch angesetzt werden, weil auch hohe Löhne gegeben sind, wird daraus nicht ersichtlich (Huhn-Ei-Problematik). Mit etwas mikroökonomischer Theorie kann aber gezeigt werden, dass sich Lohn- und Preisniveau gegenseitig beeinflussen (Wechselwirkung). Soweit staatliche Preiszwänge gegen die Hochpreisinsel nicht durch reduzierte Qualität und Verfügbarkeit betroffener Güter „gekontert“ werden, schlagen sie sich früher oder später auch in niedrigeren Löhnen nieder.  Die nationalen und die internationalen Anbieter in der Schweiz werden nur durch nationalen und internationalen Wettbewerb zu besseren und günstigeren Leistungen gezwungen, nicht durch legalistische Zwangsmassnahmen eines Kleinstaats.

Die UBS-Statistik zeigt, dass in der Schweiz (Zürich und Genf) zwar seit Jahren weltweite Spitzenpreise, jedoch auch weltweite Spitzenlöhne bezahlt werden. Massgebend für den Wohlstand sind aber nicht die absoluten, sondern die relativen Niveaus von Löhnen und Preisen. Für jeden Haushalt, ist entscheidend wie hoch seine Kaufkraft ist, wie viele Güter und Dienste er sich mit seinem verfügbaren Einkommen leisten kann. Aus der iPhone App (empfehlenswerte Spielerei) lässt sich neben unzähligen weiteren Beispielen etwa das folgende Beispiel (zufällig gewählt) herauslesen: In Zürich kostet ein Warenkorb an Haushaltgeräten CHF 4’998, in London CHF 3’599 – also massiv weniger. Allerdings verdient ein gelernter Automechaniker in Zürich brutto CHF 72’341, während sein Londoner Kollege nur auf CHF 35’294 kommt. Nach Steuern verbleiben dem Zürcher CHF 54’761, dem Londoner noch CHF 27’321. Somit entspricht das effektiv verfügbare Einkommen des Zürchers 11 Haushaltsgerätewarenkörben, dasjenige des Londoners 7.6 solchen Körben. Dieses relative Verhältnis ist, was letztlich zählt.

Testen Sie die App, Sie werden erstaunliche Vergleiche vorfinden. Die (nominelle) Hochpreisinsel ist in der Tat „ein Phantomproblem“, wie es schon Prof. Jörg Baumberger ausdrückte.

Refusals to Deal, Essential Facilities, and Price Squeezes

Entwurf für Oxford Handbook on International Antitrust Economics von B. Y. Orbach und R. Avraham.

Abstract. Antitrust refusal to deal, essential facility, and price squeeze claims, and the doctrines that accommodate such claims are analytically peculiar. First, the claims seek to establish duties to deal—mandates—even with competitors, while antitrust is designed to restrict anticompetitive collaborations, not to enforce cooperation. Second, the claims are strongly associated with fairness perceptions and at least implicitly stress competitive unfairness, whereas their primary justification is market efficiency. Third, both fairness and efficiency may be desirable goals for public policies, but antitrust laws do not offer a regulatory framework to advance such goals through duties to deal. Forth, the claims and judicial rules that accommodate them have the intuitive appeal of rules of thumb, but they are too simplistic to address many common economic settings. This Chapter offers a general framework for the analysis of refusal to deal, essential facility, and price squeeze claims, or more broadly, alleged antitrust duties to deal.